Geschichte


Der heilige Mauritius - Namenspatron unseres Reitclubs

Bei der Gründung 1972 unseres Reitclubs standen die damaligen Mitglieder vor der Wahl, welcher Vereinsname zu wählen ist. Es sollte mehr sein als nur Reitclub Diepersdorf. Die Nähe zum Moritzberg, die dortige Mauritiuskapelle und die Wallfahrten hoch zu Roß dorthin gaben den Ausschlag für den Namen Mauritius (zu deutsch Moritz). Ideengeber war Herr Friedrich Kohl, dem noch heute dafür Dank gebührt.

Der heilige Mauritius war Anführer der sogenannten Thebaischen Legion. Der Name der Truppe will besagen, dass die Mitglieder dieser Einheit aus Oberägypten stammten, einer Landschaft, in der das Christentum sich schon Frühzeitig ausgebreitet hatte. Wenn das Martyrium dieser Soldaten in Agaunum in der Schweiz (dem heutigen Saint Maurice im Rhonetal, östlich vom Genfer See, im Kanton Wallis) stattfand, so muß es sich vor dem Jahre 293 ereignet haben. Denn in diesem Jahre übernahm der Vater Konstantins die Herrschaft in diesem Gebiet. Von ihm aber wird berichtet, dass er niemanden wegen seines christlichen Glaubens habe hinrichten lassen.

Das Martyrium der drei Anführer Mauritius, Exsuperius und Candidus sowie zahlreicher Gefährten unter dem Tetrarchen Maximian Herkuleus kann durchaus als historisch gelten. Für die Echtheit des Kerns der überleiferung spricht die frühe Verehrung der Gruppe am Orte ihrer Hinrichtung. Sie reicht nämlich bis ins vierte Jahrhundert hinab. Es ist also anzunehmen, dass hier Soldaten wegen ihres christlichen Glaubens ihren Tod gefunden haben. Ähnliches Vorgehen gegen Soldaten wird zu Beginn der Verfolgung unter Diokletian aus anderen Gebieten des römischen Reiches berichtet.

Angeführt wird die Reitergruppe vom 1. Vorstand Gerhard Ment

Im September findet unser "Mauritiusritt" statt. Treffpunkt ist das Vereinsheim des RC Mauritius. Der 1. Vorsitzende Gerhard Ment führt die Gruppe an. Der Ritt führt zum Marktplatz von Diepersdorf und von dort durch in die Wälder des Moritzberges in Richtung Gipfel. Oben angekommen können die Reiter erst Ihre Pferde anbinden und dann bei einer kleinen Stärkung auf den Beginn des Freiluftgottesdienstes warten. Da wärend des Gottesdienstes kein Verkauf von Essen und Getränken stattfindet haben im Anschluß alle genügend Zeit sich für den Abstieg zu stärken.


Wie der Leinberg zum Moritzberg wurde: Der heilige Mauritius soll ein Mohr gewesen sein, sein Name, der im Lateinischen "Maure, Mohr" bedeutet, hat wohl zu dieser Annahme geführt. Die von ihm befehligte Legion war aus Afrika herangezogen und über die Alpen geschickt worden, um in Gallien eine Revolte zu unterdrücken. Wie das bei den Römern üblich war, wurde die Schlacht durch Abhaltung öffentlicher Opfer vorbereitet. Die christliche Legion weigerte sich, an den heidnischen Opfern teilzunehmen. Eine andere Fassung sagt, die Soldaten hätten sich geweigert, unschuldige Menschen anzugreifen. Die christlichen Soldaten wollten dem Befehl nicht nachkommen. Um sie zum Gehorsam zu zwingen, ließ Maximian jeden zehnten niederhauen. Dadurch war der Widerstand noch nicht gebrochen. So ließ er die Dezimierung wiederholen. Unter den Hingerichteten war Mauritius mit seinen Gefährten.

1419 ließ der Nürnberger Patrizier Herdegen Valzner die Kapelle St Mauritius auf den damaligen „Leinbürg“ errichten, um sie dem Schutzpatron der Pferde und Reiter, dem Heiligen Mauritius, zu weihen. In der folgenden Zeit kam der Moritzberg nach der Kapelle zu seinem heutigen Namen. Die Kapelle ließ man verfallen und sie wurde von Christoph und Gottlieb Fürer von Haimendorf Anfang des 17. Jahrhunderts wieder aufgebaut, sie ist noch heute in Familienbesitz.

Weitere Infos zu unserem Mauritiusritt findet Ihr in unseren Veranstaltungskalender